Elisa Demonki

Vernichtung

Nicht die Tiefe vernichtet mich.
Nicht die Angst, der Tod, die Krankheit, die Armut, die Einsamkeit, die Haltlos…

Haltlosigkeit.

Halt.

Vernichtend ist die Haltlosigkeit.

Aber nicht die.

Das Schweigen über das was Angst macht.

Das Schweigen der inneren Bewegung.

Sie lässt mich haltlos zurück.

Vernichtung entsteht bei mir durch Oberfläche.

Kurz ist sie wie ein Schmetterling.

Wie das Glitzern der Sonne durch die Bäume.

Doch beständige Oberflächlichkeit kann grausam sein, wenn sie sich als Status des Richtigen erhebt.

Des Gesunden gar.

Als stände ich auf einem Netz aus Spinnenfäden und nichts nichts hält mich mehr.

Die Vernichtung droht.

Wenn ich sodann nicht meine Ruh bekomm.

In der ich wenigstens mir selbst Gewissheit geben kann.

Mein tiefes Meer. Und tiefer.

Das Glitzern – kurz beglückts.

Doch ein glitzernder Tropfen immer wieder auf meine Stirn,

er lässt mich nur auf das Ende hoffen.

Der Wahnsinn.

Der Wahnsinn – er ist dem kaum sichtbarem Lächeln nächsten.

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