Elisa Demonki
Mangel
Nichts lässt uns mehr sehnen.
Als das Ende des Mangels.
Nichts lässt uns mehr erfreuen.
Als das Ende des Mangels.
Wir erkenne den Mangel nur, wenn er einmal gestillt.
Wer seinen Mangel nicht erkennt, wird sehnsuchtslos glücklich sein.
Dunkelheit muss als solche erst erkannt sein, bevor die Sehnsucht nach dem Licht wächst.
Wer keine Mangel kennt, lebt ohne Freuden.
Wer einmal Freude hatte und nun keine mehr empfindet. Erkennt bereits den Mangel.
Gefährlich wird, wer keinen Mangel mehr stillen will.
Wunschlos glücklich.
Wunschlos unglücklich.
Beides geht in einander über.
Doch das eine kommt aus einem ganzem Sein. Ohne Vergleich.
Das andere kommt aus einem gebrochenem Sein. Voller Vergleich.