Elisa Demonki

Holz Büffel ohne Holz

Wir sind so sehr darauf konditioniert zu gehorchen,
dass wir uns nicht mehr hören.

Es gibt welche
die erheben ihre Stimme
zur Wahrheit.

Sie haben das was alle wollen.

Sie funktionieren.

Denn das ist das Richtige.

Zartheit braucht Zeit.

Was Zeit braucht, scheint nicht richtig.

Nicht richtig in der Welt, die da zu funktionieren hat.

Und so wird diese Zartheit stumm.

Nur sie wäre fähig, diese Starrheit aufzubrechen.

Aber wurde sie immer wieder für falsch erklärt…

dann bleibt nichts, als Wüste.

Hoffend auf den Regen der Legitimation.

Und so bleibt die Zartheit stumm.

Der einzige Weg raus.

Raus aus der Sackgasse des Immerwährenden.

Nur wer Liebe für sein Sein erfahren hat, der hat die Kraft.

Eine Kraft, die er für selbstverständlich hält.

Blind ist für sie sogar.

Wie schwer ist es sich selbst die Liebe zu geben.

Und doch,

sie wäre die beständigste Liebe.

Die andere besteht vielleicht auf sie ewig im außen.

Doch diese beständige Liebe,
wer sie erreichen will,
der muss wohl diesen Schmerz erdulden,
den Schmerz der Ablehnung,
den der Scham,
er muss gekrochen sein durch all die Härte,
die man für das Richtige wägt,
und dieser Glaube wird ihn zerstören,
und bevor man zerschellt,
kommt die Frage, ob die Zeit stehen bleiben darf.

Wer weiter auf Liebe hofft,
auf den Regen der Legitimation,
der wird verlieren.

Und doch, es gibt draußen Brotkrumen, die dich nicht verhungern lassen auf den Weg.

Und wenn die Zeit stehen bleiben darf, dann ja, dann ja…
Geh den Weg der beständigen Liebe, ertrage die Ablehnung, die Scham, den andre über dich ergießen, da sie selbst nicht tragen können, was du trägst.

Mit Zartheit weiter. Beständig weiter.

Bis die Wurzeln die eigene Legitimation erreichen.

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