Elisa Demonki
Für mich bitte nicht
Kaum etwas schwächt einen mehr als der Glaube um seine eigenen Unzulänglichkeiten,
oder mehr noch – gar über sie zu reden.
Bei schlechten Gefühlen, sollte man sich klar werden, ob diese dahinterstecken, und diese dann verwerfen.
Manche bewerten sich so schlecht wie sie andere bewerten, und meinen, dass wohl auch jene so über sie denken könnten.
Nun sind wir nicht alle gleich. Wir funktionieren jeder auf seine Weise.
Wer eine Diagnose hat, hat etwas in der er sich nun flüchten kann – die Unzulänglichkeit ist nun jedoch eine Störung, keine Eigenheit mehr.
Eine Eigenheit, die vielleicht eine gesunde Rebellion wäre.
Es ist manchmal faszinierend, wie das Ablehnen von Qual, die für andere zum Alltag gehört, zu einer ungeheureren Ablehnung führen kann.
Dieser Abneigung zu entgehen, versuchen wir uns und den anderen wieder zurück zur Spur zu drücken.
Ich weiß nicht, ob es richtig ist an jener Ablehnung Gefallen zu finden, mich amüsiert sie ungemein, und doch tut sie weh.